Hardy-Weinberg-Gleichgewicht-Rechner
Analysiere Genotypverteilungen. Gib entweder Allelhäufigkeiten oder beobachtete Genotyp-Häufigkeiten ein, um die erwarteten Verteilungen zu bestimmen und mithilfe eines Chi-Quadrat-Tests auf das Gleichgewicht zu prüfen.
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Allelhäufigkeiten
Gleichgewichtsverteilung
Experten-Tipp
Wenn der Chi-Quadrat-Wert den kritischen Wert von 3,841 (df = 1, α = 0,05) überschreitet, weicht die Population signifikant vom Gleichgewicht ab. Dies deutet darauf hin, dass evolutionäre Kräfte wie Selektion, Mutation oder nicht-zufällige Paarung wirken.
Methodik & Gleichungen
Hardy-Weinberg-Formeln
Für einen Genort mit zwei Allelen (dominant A und rezessiv a) bei den relativen Häufigkeiten p und q gilt:
Gleichgewichtsannahmen
Das Hardy-Weinberg-Gleichgewicht basiert auf fünf Bedingungen:
1. Keine Mutation.
2. Absolut zufällige Paarung (Panmixie).
3. Keine Selektion.
4. Unendlich große Population.
5. Keine Genmigration (Genfluss).
Auf Hardy-Weinberg-Gleichgewicht prüfen: Schritt-für-Schritt
Hier ist ein Rechenbeispiel basierend auf den beobachteten Genotypen 36 AA, 48 Aa und 16 aa Individuen:
Berechne die Allelhäufigkeiten (p & q)
Bestimme die Gesamtpopulation: N = 36 + 48 + 16 = 100.
Anzahl Allel A = (2 × 36) + 48 = 120. Häufigkeit p = 120 / 200 = 0,60.
Häufigkeit des Allels a: q = 1 - 0,60 = 0,40.
Berechne die erwarteten Genotyp-Häufigkeiten
Erwartete AA = p2 × N = 0,36 × 100 = 36.
Erwartete Aa = 2pq × N = 0,48 × 100 = 48.
Erwartete aa = q2 × N = 0,16 × 100 = 16.
Führe den Chi-Quadrat-Test durch
Bewerte Abweichungen zwischen beobachteten und erwarteten Werten:
χ2 = (36-36)2/36 + (48-48)2/48 + (16-16)2/16 = 0.
Da 0 ≤ 3,841 ist, entsprechen die beobachteten Werte perfekt den Erwartungen. Die Population befindet sich im Gleichgewicht.
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